Foto des Tages Nr. 58 - Oberleitungsmast der Straßenbahn

 
So richtig hat das mit meiner Fototour heute nicht geklappt. Mein angepeiltes Ziel war ein totaler Reinfall. Ärgerlich, aber so etwas passiert halt auch mal. So habe ich wenigsten auf dem Weg noch das eine oder andere Motiv eingesammelt.
 

Die Geschichte der Straßenbahn in Berlin begann am 22. Juni 1865 – damals allerdings noch ohne Strom.
Die erste Strecke Deutschlands führte vom Kupfergraben (nahe der heutigen Museumsinsel) über den Spittelmarkt und das Hallesche Tor bis nach Charlottenburg. Waggons wurden auf Schienen von Pferden gezogen, was den Fahrkomfort im Vergleich zu den holprigen Kutschen auf Kopfsteinpflaster enorm verbesserte.
Berlin schrieb Weltgeschichte, als Werner von Siemens am 12. Mai 1881 in Groß-Lichterfelde die erste elektrische Straßenbahn der Welt in Betrieb nahm. Damals gab es noch keine Oberleitung! Der Strom wurde über die beiden Fahrspuren zugeführt (eine Schiene war Plus-, die andere Minuspol). Da das für Passanten auf der Straße gefährlich war, stieg man kurz darauf auf Oberleitungen um.
 
Der eigentliche Fahrdraht, an dem die Schleifleiste des Stromabnehmers entlanggleitet, besteht aus Kupfer. Kupfer dehnt sich aber bei Sommerhitze aus und zieht sich im Winter zusammen. Damit der Draht weder durchhängt noch reißt, wird er an Abschnitten (meist alle 1 bis 1,5 km) über Seilrollen und schweren Betongewichten oder Federspannern konstant auf Spannung gehalten.
 
Hier geht es zur Galerie "Foto des Tages". 
 

Kommentare

  1. Sehr interessant Jutta, Dankeschön. So ins Detail habe ich es noch nicht gewusst.
    Liebe Abendgrüße zu dir,
    Nati

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  2. Interessant und wie wichtig es ist , ein tolles Foto davon!
    Lieben Gruss Elke

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  3. Liebe Jutta,
    was auch immer bei deinem Spaziergang falsch gelaufen ist, dein Foto ist interessant und die Informationen dazu ebenfalls. Dass Waggons auf Schienen von Pferden gezogen wurden, das kenne ich auch aus den Wiener Totengräber-Romanen. Und in Frankfurt gab es das ja auch. Irgendwie ist diese Vorstellung heute lustig. Aber, dass der Fahrkomfort im Vergleich zu Kutschfahrten auf Kopfsteinpflaster um einiges besser war, kann man sich gut vorstellen. Oh, ich weiß noch, wie schrecklich wir "Wessis" während der DDR-Zeit diese Autobahnausfahrten fanden, die mit Kopfsteinen gepflastert waren.
    Liebe Grüße - Elke

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  4. SW sieht hier wieder super aus

    Lg gabi

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  5. Ja, das ergeben sehr schöne Motive und auch sehr passend in Schwarz/Weiß.
    Dieses Kupfer ist ja bei Dieben sehr beliebt und sorgt dann dafür, daß es Vandalismusschäden gibt und die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmitteln wieder die Betroffenen sind.
    L.G.
    Hannelore

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  6. Hach witzig, fast das gleiche habe ich gestern auch aufgenommen. (Wir waren mit den Kids unterwegs)

    Danke für die Infos dazu!

    Schönen Tag 😍noch!
    Liebgruß
    Tiger
    🐯

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