So richtig hat das mit meiner Fototour heute nicht geklappt. Mein angepeiltes Ziel war ein totaler Reinfall. Ärgerlich, aber so etwas passiert halt auch mal. So habe ich wenigsten auf dem Weg noch das eine oder andere Motiv eingesammelt.
Die Geschichte der Straßenbahn in Berlin begann am 22. Juni 1865 – damals allerdings noch ohne Strom auf den Schienen.
Die erste Strecke Deutschlands führte vom Kupfergraben (nahe der heutigen Museumsinsel) über den Spittelmarkt und das Hallesche Tor bis nach Charlottenburg. Waggons wurden auf Schienen von Pferden gezogen, was den Fahrkomfort im Vergleich zu den holprigen Kutschen auf Kopfsteinpflaster enorm verbesserte.
Berlin schrieb Weltgeschichte, als Werner von Siemens am 12. Mai 1881 in Groß-Lichterfelde die erste elektrische Straßenbahn der Welt in Betrieb nahm. Damals gab es noch keine Oberleitung! Der Strom wurde über die beiden Fahrspuren zugeführt (eine Schiene war Plus-, die andere Minuspol). Da das für Passanten auf der Straße gefährlich war, stieg man kurz darauf auf Oberleitungen um.
Der eigentliche Fahrdraht, an dem die Schleifleiste des Stromabnehmers entlanggleitet, besteht aus Kupfer. Kupfer dehnt sich aber bei Sommerhitze aus und zieht sich im Winter zusammen. Damit der Draht weder durchhängt noch reißt, wird er an Abschnitten (meist alle 1 bis 1,5 km) über Seilrollen und schwere Betongewichte oder Federspanner konstant auf Spannung gehalten.
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