Seit zwei Tagen lassen sich vom Küchenfenster aus wieder Schwalben beobachten. Es ist beeindruckend, in welch rasantem Tempo sie durch die Wohnblöcke jagen. Man kann nur darüber staunen, dass sie niemals gegen die Wände prallen, sondern jedes Mal haarscharf die Kurve kriegen.
Das erinnert mich an die alte Bauernregel: Fliegen Schwalben tief, ist das ein sicheres Zeichen für schlechteres Wetter, Regen oder herannahende Gewitter.
Der Grund dafür liegt allerdings nicht an einer hellseherischen Fähigkeit der Vögel, sondern schlicht an ihrer Nahrung – und ein bisschen Physik. Vor einem Unwetter nimmt die Luftfeuchtigkeit in den höheren Schichten stark zu. Die filigranen Flügel kleiner Insekten wie Mücken, Fliegen und Blattläuse nehmen diese Feuchtigkeit auf und werden schwerer. Zudem lassen die warmen Aufwinde nach, da der Luftdruck vor einem Sturm sinkt. Die Beutetiere werden also regelrecht nach unten gedrückt.
Da Schwalben reine Insektenfresser sind und ihre Beute im Flug jagen, müssen sie sich anpassen: Fliegen die Insekten tief, tun die Schwalben es auch, um satt zu werden.
Bei hohem Luftdruck und trockenem, sonnigem Wetter hingegen herrscht starke Thermik. Diese Aufwinde wirbeln die Insekten weit nach oben – und die Schwalben jagen dementsprechend in schwindelerregenden Höhen.

Bist du auch sicher liebe Juttas dass es sich tatsächlich um Schwalben handelt ?
AntwortenLöschenBei uns sind es Mauersegler, die jedes Jahr immer kommen und das gleiche Flugverhalten wie du es beschreibst aufweisen. Mit schrillem Geschrei jagen sie um die Häuser, mancgmal hoch oben am Himmel und dann wieder ganz tief unten. Sie nisten hier immer und fliegen dann mit ihrem Nachwuchs Anfang August wieder nach Afrika.
Ich dachte immer, dass Schwalben sich meist in der Nähe von Bauernhöfen aufhalten.
Wie dem auch sei, es ist jedesmal ein tolles Ereignis und wenn wir auf dem Baklkon sitzen brauchen wir kein Fernsehen.
♥lichst Jutta